21. Mai  2026

Im Mai und Juni ist das bundesweite Netzwerk explore dance bei zwei hochkarätigen Tanzereignissen präsent: Beim Watch Out! Festival für Jung und Alt in Dresden feiert die Bühnenversion der explore dance Produktion „Main Character: Lost“ der Compagnie Miller de Nobili ihre Uraufführung. Im Anschluss ist das Netzwerk bei der ersten Ausgabe der Tanztriennale in Hamburg vertreten: Neben Vorstellungen von Pop Up-Stücken an Hamburger Schulen lädt explore dance im Rahmen des Forums „Collective Impact“ zum diskursiven Austausch über Tanz im schulischen Kontext ein.

Dresden/Hamburg, 21. Mai 2026 – explore dance präsentiert zeitgenössischen Tanz für junges Publikum bei zwei zentralen Tanzplattformen dieses Frühsommers und unterstreicht damit die gesamte Bandbreite seines Schaffens. Ob mit einem neuen Bühnenstück für junges Publikum, durch mobile Produktionen als direkte Begegnungsräume abseits klassischer Spielstätten oder im Rahmen des diskursiven Austauschs: Das Netzwerk folgt konsequent seinem Anspruch, die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken und jungen Menschen inspirierende Berührungspunkte mit Tanz zu ermöglichen.

In Dresden feiert die Bühnenfassung von Miller de Nobilis „Main Character: Lost“ beim Watch Out! Festival für Jung und Alt Premiere. Das vom 27. bis 30. Mai 2026 von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste präsentierte Festival bietet ein vielseitiges Programm mit transgenerationalem Ansatz. Am 28. und 29. Mai zeigen Miller de Nobili, die 2025 mit dem Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet worden sind, ihr Stück erstmals auf großer Bühne. Drei Tänzer*innen aus Breaking, Hip-Hop und zeitgenössischem Tanz spiegeln das Heranwachsen mit all seinen Herausforderungen, von Selbstfindung und Zukunftsangst.

In Hamburg folgt der nächste wichtige Meilenstein vom 14. bis 21. Juni auf der ersten Tanztriennale – dem neuen kulturellen Leuchtturm der Kulturstiftung des Bundes für den Tanz: Unter dem Motto „Brave Moves. Courageous Joy“ macht die Auftaktausgabe das Potenzial und die Vielfalt des Tanzes sichtbar. Um dies für ein junges Publikum direkt erlebbar zu machen, bringt explore dance zwei seiner mobilen Pop Ups während der Tanztriennale direkt in Hamburger Schulen:

„WUW – Wind und Wand“ des Kollektivs ZINADA verhandelt in einer hochenergetischen Performance die prägende Phase vor der Pubertät.
In „Tie Break“ erforscht Constantin Trommlitz mit Tänzer*innen verschiedener Tanzstile, wie der Körper Emotionen sichtbar macht. Es geht um Selbstbild, eigene Potenziale, Selbstzweifel sowie den Umgang mit Druck, Nervosität und Niederlagen.

Flankierend zu den Schulaufführungen ist explore dance auf dem Tanztriennale-Forum „Collective Impact“ (18. – 21.06) präsent – ein umfangreiches viertägiges Format mit Panels, Workshops und Diskussionsrunden, das sich damit beschäftigt, wie Tanz Verbindungen schaffen und neue Perspektiven für die Gesellschaft eröffnen kann.

Am 18. Juni veranstaltet das Netzwerk in diesem Rahmen die Forum-Session 7,  (14:30 – 16:00 Uhr, Wiese e.G., Hamburg). Unter dem Titel „Künstlerische Begegnungen mit Schulen: Perspektiven und Spannungsfelder im Tanz für junges Publikum“ diskutieren die Choreograph*innen Yotam Peled und Regina Rossi sowie die internationalen Gäste Laurent Meheust (Direktor Le Gymnase CDCN, Roubaix) und Eddie Nixon (Künstlerischer Leiter The Place, London) über den Umgang mit Druck, Kritik und Diskriminierung. Unter der Moderation des Soziologen Dan Thy Nguyen (Direktor Fluctoplasma Festival) beleuchtet die Session, wie sich gesellschaftliche Polarisierung konkret im Schulalltag widerspiegelt und welche Handlungsmöglichkeiten Kulturschaffende haben.

Die aktuellen Aktivitäten in Dresden und Hamburg machen noch einmal deutlich, wie wichtig langfristige strukturelle Unterstützung für Tanzangebote für junges Publikum ist. explore dance arbeitet derzeit ohne Bundesförderung und ist für die Fortführung seiner Aktivitäten in 2027 dringend auf neue Fördermittel des Bundes angewiesen. Nur so können Produktionen, Schulkooperationen, bundesweite und internationale Austauschformate auch künftig nachhaltig umgesetzt und kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche bundesweit gesichert werden.

explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum ist ein Zusammenschluss von fabrik (moves) Potsdam, Fokus Tanz München, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt/Main und Perform[d]ance Stralsund.
Die explore dance-Aktivitäten der Netzwerkpartner*innen werden jeweils lokal finanziert durch die Landeshauptstadt Potsdam, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums, die Landeshauptstadt Dresden, das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Crespo Foundation, den Fonds des Landes MV für Vorpommern und das östliche Mecklenburg und den Landkreis Vorpommern-Rügen.